Vor einigen Wochen habe ich ein Buch geschenkt bekommen.“Eine Kindheit in der Provence“ von Marcel Pagnol. Das war Anlass, nicht das Geschenk aufzuklappen, sondern zu meinem Bücherregal zu gehen und dort bei „P“ (aufgrund der Vielzahl meiner Bücher habe ich sie vor einiger Zeit alphabetisch geordnet) dieses Buch rauszuziehen.

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Ich habe es vor über 30 Jahren gelesen und lese es jetzt wieder. Was für eine wunderbare und zauberhafte Lektüre! Pagnol beschreibt Landschaft und Menschen so detailliert und liebevoll, dass einem das Herz aufgeht. Seine Sprache ist klar und erfreulich unverschnörkelt, und manchmal benutzt er Wörter, die beim Sprachgebrauch unserer Zeit allmählich in der Versenkung verschwinden. So ist mir vergangene Nacht das Wort „treuherzig“ vor die Augen gekommen. Treuherzig … ich weiß nicht, wann, wo und in welchem Zusammenhang ich es zum letzten Mal gelesen habe. Und ich habe mir fest vorgenommen, die nächstbeste Gelegenheit zu nutzen, um es auch in einem meiner Texte zu verwenden. Es ist so ein schönes (und wichtiges) Wort … denn nicht nur der Begriff als solcher scheint zu entschwinden, sondern Treuherzigkeit überhaupt. Was ich sehr schade finde.

Bücher lese ich einerseits zur Unterhaltung und andererseits aus Interesse am Schreibstil des Autors. Denn beim Lesen guter Texte kann man (ich) viel lernen und Impulse bekommen. Deshalb ist „Eine Kindheitheit in der Provence“ meine unbedingte Lese-Empfehlung für alle, die gern lesen + selber schreiben.

PS: Das geschenkte Buch werde ich bei passender Gelegenheit weiterverschenken. An einen Menschen, der hoffentlich genauso viel Vergnügen bei der Lektüre hat wie ich …

„Eine Kindheit in der Provence“

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