Im Internet gibt es tausende von Schriften, international „font“ genannt. Bei vielen steht als Lizenzart „free download“. Viele meinen, das bedeute, diesen Font könne man einsetzen, wo man wolle. Diese Vermutung ist nicht richtig. Man kann ihn zwar kostenlos runterladen, aber die Nutzungsrechte sind durchaus unterschiedlich.

Vor allem gibt es zwei Unterschiede: „privat“ und „kommerziell“. Für private Zwecke kann man die Schrift also uneingeschränkt verwenden, sobald man sie aber für geschäftliche Zwecke nutzt, für ein Buch zum Beispiel, unterliegen die Nutzungsrechte bestimmten Bedingungen. Welcher Art die sind, das ist unterschiedlich. Manche Schrift-Designer wollen gefragt werden. Man schickt ihnen also eine Email und bittet um Genehmigung. Ist diese erteilt (unbedingt schriftlich!), sollte man sie an einem Ort speichern oder ablegen, wo man sie auch wiederfindet, falls nötig!

Manche Designer bitten um die Information, für welchen Zweck man die Schrift verwendet. Kann ich gut verstehen – würde ich Schriften gestalten (was ich nicht mache), wüsste ich auch gern, wer sie verwendet und für welchen Zweck.

Manche Designer sind auch so nett, dass sie ihr Werk einfach verschenken. Die abgebildete Dingbats-Schrift zum Beispiel gibt es bei fontspace, kostenlos und ohne Einschränkung. Nein, stimmt nicht, verkaufen darf man diese Schrift nicht! Aber das versteht sich ja wohl von selbst …

P. S.: Was meinen letzten Satz betrifft, so versteht sich übrigens nichts auf der Welt von selbst. Vergangenes Jahr zum Beispiel habe ich entdeckt, dass jemand vom Elma-Studio gestaltete WordPress-Themes verkauft. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass er sich mit fremden Federn schmückt. Das sah er anders, aber nur kurze Zeit, denn ich hab Elma-Studio einen Link geschickt. Die haben ihm dann mit wenigen Sätzen erklärt, dass Diebstahl geahndet wird …

Schrift zu Illustrationszwecken
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7 Gedanken zu „Schrift zu Illustrationszwecken

  • 16. Januar 2017 um 11:52
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    Liebe Renate, danke für den Hinweis.
    Allerdings wäre ich vorsichtig, die Schrift zu verwenden, die Du gezeigt hast. Ich finde sie hübsch und nützlich – aber als ich sie downloaden wollte, stieß ich auf die Anmerkung der Schriftgestalterin: „Critters-1 is my own creation and was made by utilizing
    a coloring book that was purchased for my Granddaughter.“
    D.h. die Rechte liegen eventuell oder vermutlich beim Künstler / Verlag des Malbuchs, und man kann damit bös auf die Nase fallen.
    Liebe Grüße von Marianne.

  • 16. Januar 2017 um 11:56
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    Liebe Marianne, danke für den Hinweis, aber in der Lizenzinformation steht eindeutig, dass die einzige Einschränkung ist, sie nicht zu verkaufen.
    Liebe Grüße
    Renate

  • 16. Januar 2017 um 14:49
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    Hallo Renate, wie heißt die Schrift genau, ehe ich mir einen „Wolf“ suche. Danke und liebe Grüße

  • 16. Januar 2017 um 15:08
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    Du musst dazu nur auf den Link zu Fontspace klicken …

  • 17. Januar 2017 um 08:39
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    Hallo Renate,
    du solltest den Hinweis von Marianne schon ernst nehmen. Nur weil der Schrift-Ersteller sagt, dass er dir Rechte einräumt, muss nicht heißen, dass er selbst diese Rechte hat. Wenn die Bilder wirklich aus einem Bilderbuch stammen, kann dich der Verlag trotzdem verklagen. Du kannst dann zwar versuchen, die Kosten beim Schrift-Ersteller einzuklagen, aber da wirst du wohl kaum Erfolg haben.
    Das ist natürlich nur meine Sicht der Dinge und meine private Meinung. Wirklich konkret kann dir das aber ein Anwalt beantworten.

  • 17. Januar 2017 um 11:02
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    Oh, danke für den Link, lieber Leo! Dass es derartig viele Lizenz-Modelle gibt, war mir nicht bewusst. Da wurschtle ich mich mal durch …

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