kommaViele Menschen, sehr viele (!), haben Probleme mit korrekter Kommasetzung. Vielleicht mit ein Grund, warum sie oft ganz darauf verzichten.

Wie das kleine Zeichen den Sinn eines Satzes verändern kann, zeigen diese Beispiele.

Ich komme, nicht erschießen!
Ich komme nicht, erschießen!

Der Mann sagt, die Frau kann nicht Auto fahren.
Der Mann, sagt die Frau, kann nicht Auto fahren.

Sabine versprach ihrem Vater, einen Brief zu schreiben.
Sabine versprach, ihrem Vater einen Brief zu schreiben.

Herr Müller, der Chorleiter, und ich spielten Golf.
Herr Müller, der Chorleiter und ich spielten Golf.

Hängt ihn nicht, laufen lassen!
Hängt ihn, nicht laufen lassen!

Komm, wir essen Opa.
Komm, wir essen, Opa.

Was willst du schon wieder?
Was, willst du schon wieder?

Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt.
Der brave Mann denkt an sich, selbst zuletzt.

Du hast den schönsten Hintern weit und breit.
Du hast den schönsten Hintern, weit und breit.

Angesichts solcher Sätze überlegt vielleicht der eine oder andere, sich mal mit korrekter Kommassetzung zu beschäftigen. Denn darüber wissen erstaunlich wenige Zeitgenossen Bescheid. Ob es sich dabei um Unwissen oder Desinteresse handelt, ist mir nicht bekannt.

Wie ein Komma den Sinn eines Satzes verändert

4 Gedanken zu „Wie ein Komma den Sinn eines Satzes verändert

  • 11. Juni 2015 um 20:10
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    Das gefällt mir auch besonders gut, ist allerdings nicht auf meinem Mist gewachsen …

  • 1. Juli 2017 um 12:15
    Permalink

    Der Mann, sagt die Frau, kann nicht Auto fahren. Diese Ausführung ist als Beispiel nicht korrekt, denn es müsste heißen: Der Mann, sagt die Frau, könne nicht Auto fahren. (Indirekte Rede mit Konjunktiv)

    Was willst du schon wieder?
    Was, willst du schon wieder?

    …Ich krieg mich nicht ein, nicht einmal zwei! ;-)

  • 19. November 2017 um 13:49
    Permalink

    Ein Fest für alle, die Gefühl für Sprache haben.

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