Wer kennt ihn nicht, den Duden. Vermutlich haben 90 % Prozent der Deutschen ihn in ihrem Regal stehen. Oder sie nutzen ihn Online.

Die 1. Auflage erschien 1880 und mit der 28. Auflage erscheint die aktuelle Fassung am 12. August 2020.

Auf den mittlerweile 1.300 Seiten hat sich einiges getan. Nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen Entwicklungen im Gebiet Klima, Umwelt, Technik und Geschlechtergleichheit.

Demzufolge gibt es im aktuellen Duden 3.000 neue Stichwörter (in der 27. Auflage vom August 2017 gab es 5.000 neue Wörter) und er ist mit seinen insgesamt 48.000 Stichwörtern der umfangreichste Band, den es je gab. Neue Wörter sind zum Beispiel: Alltagsrassismus, Ansteckungskette, Bartöl, bienenfreundlich, Chiasamen, Dachbegrünung, Dieselaffäre, Erklärvideo, Flugscham, Fridays for Future, Gendersternchen, Hatespeech, Influencer, Klimanotstand, Ladesäule, Masernimpfung, Netflixserie, oldschool, pestizidfrei, Pflegeroboter, rechtsterroristisch, Reproduktionszahl, Shishabar, transgender, Uploadfilter, Videobeweis, Whatsapp-Gruppe, Wiesn.

Was auffällt: englische Begriffe nehmen zu. Warum, ist mir ein Rätsel, denn “Hatespeech” zum Beispiel kann man auch prima auf Deutsch sagen: Hassrede. Ich vermute, Menschen, die solche Wörter benutzen, empfinden sich bildungsmäßig auf einem höheren Niveau. Nun ja … manche sind es vielleicht sogar.

Hinweise zum gendergerechten Sprachgebrauch gibt es im aktuellen Duden auch. Ich persönlich verzichte darauf, weil ich von dieser Gendersprache wenig bis nichts halte. Denn ich finde, sie verkompliziert unsere Sprache – gesprochen und geschrieben gleichermaßen. Und dass alte Damen, die von ihrer Bank in Geschäftspost als “Kunde” angesprochen werden, bis vor den Bundesgerichtshof ziehen, weil sie als “Kundin” angeredet werden wollen, ist in meinen Augen mehr als lächerlich.

Der Duden 2020 ist da

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