Bin ich doch zufällig vorhin über einen Text von Magnus Klaue gestolpert, den ich gelesen + verstanden habe. Er kann also, wenn er will. “Leicht” eingängig ist dieser Text zwar auch nicht, aber man (ich) muss nicht bei jedem Satz grübeln, was der Autor damit wohl gemeint haben könnte.

Klaue beschäftigt sich in seinem Beitrag in jungle-world mit dem Deutschunterricht (in der Schweiz) beziehungsweise mit den Büchern, die im Deutschunterricht (der Schweiz) vorzugsweise behandelt werden, und er schätzt die Autoren nicht. Mein Deutschunterricht ist schon ein paar Jährchen her, und ich hatte das Glück, dass mein Deutschlehrer damals die Werke von Schriftsteller behandelte, die ich sehr gern gelesen habe. Stefan Zweig zum Beispiel, oder Hermann Hesse. Ich denke, es kommt immer auch auf den Deutschlehrer an, und natürlich die Art und Weise, wie er seinen Stoff den Schülern nahebringt.

Klaue-typisch ist der Beitrag wieder sehr lang und beinhaltet sehr lange Sätze und natürlich auch viele Wörter, die ein durchschnittlich gebildeter Zeitgenosse noch nie gehört hat. Mediokren zum Beispiel. Vor einigen Monaten bereits bin ich über diesen Begriff gestolpert (Germanisten lieben ihn!), hatte ihn seinerzeit gegoogelt und mittlerweile wieder vergessen. Ich vergesse Vieles, was nicht wichtig ist … ein fürsorglicher Löschvorgang meines Gehirns vermutlich, das mit der Informationsflut der heutigen Zeit sonst überlastet wäre. Und welches Gehirn möchte schon gern überlastet sein …

Der letzte Satz in Klaues Beitrag gefällt mir übrigens am besten. Er ist kurz, klar und eindeutig. Würde der Autor doch öfter so schreibe, denn er hat viel zu sagen. Aber um das Gesagte zu verstehen, müsste er seine Sprache vereinfachen und nicht für eine intellektuelle Elite formulieren.

P. S.: Mediokren bedeutet übrigens durchschnittlich oder mittelmäßig.

Heureka – ich habe einen Text von Magnus Klaue kapiert

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