Intellektuelle Selbstbefriedigung

Es gibt einen Autor namens Reinhard Jirgl. Der hat unter anderem einen Zukunftsroman geschrieben und über den gibt es eine Rezension bei FAZ.net.

Daraus hier ein Zitat:
Es wäre einfach, sich über dieses Buch lustig zu machen, über seine Exuberanz in stilistischer wie inhaltlicher Hinsicht, über das Titanische und Bürokratische des Zukunftsentwurfs sowie über das noch Titanischere und Bürokratischere der alles niederstreckenden Apokalypse, planvoll vorangetrieben nämlich von einer maliziösen intellektuellen Spezies: den sich selbst schreibenden Büchern, über die ultimative Steigerung menschlicher Grausamkeit bis hin zum massenhaften Verspeisen von lebendigen Kleinkindern in Mars-Restaurants („Das-Ernährungsproblem, die-Überbevölkerung, die-Armut – alle =auf -1-Streich !gelöst“), über den schon ins Kitschige einer Antitheologie hinüberragenden Zentralsatz, der Todestrieb sei die höchstentwickelte Form der Liebe: „Denn !Dies ist das-Eigentliche, das dem-Menschen=von-Jeher überhaupt einen Sinn hat geben können.“

Alles klar?

So, ich verlautbare, was ich von dieser Rezension halte: Nichts! Meiner Meinung nach ist sie nichts anderes als intellektuelle Selbstbefriedigung. Dem Rezensenten geht es nicht darum, möglichen Lesern des Buches den Inhalt schmackhaft zu machen, sondern einen selbstgefälligen Text zu verfassen, den niemand versteht. Und das genau ist wohl die Absicht dahinter …

P. S.: Weiß jemand, was Exuberanz bedeutet?

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