Mise en abyme

In einem früheren Beitrag habe ich mich über die für Otto Normalleser unverständlichen Begriffe in Buchkritiken aufgeregt. Ich bin übrigens nicht die einzige. Auch die Journalistin Christine Westermann, die selbst Rezensionen verfasst, ärgert sich auf ihrer Webseite über die “feuilletonistischen” Begriffe, die sehr leicht durch deutsche, also für jedermann verständliche Wörter ersetzt werden könnten. Für manche Zeitgenossen scheint es wohl eine Art Demonstration ihrer Bildung zu sein, sich so unverständlich wie möglich auszudrücken. Frau Westermann bezeichnet es als sprachliche Fantasielosigkeit. Gefällt mir! Weil sie den Nagel vermutlich mitten auf den Kopf trifft.

Hier wird der Begriff mise en abyme anschaulich erklärt – anhand des Buches “Die unendliche Geschichte”, die wohl ein typisches Beispiel für den Literaturbegriff ist.

Ich habe im Internet eine Übersetzung von mise en abyme gefunden: Verschachtelung. Aber warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht …

2 Kommentare

  1. Ist das also ungefähr so, wie wenn sich die extradiegetische Ebene des Erzählers und die fiktive Intradiegese zu einer Metalepse vermischen?

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