Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen – und die Lektorin

Rechtschreibung ist für viele ein Problem. Für manche ein kleineres, für viele ein größeres. Und an manchen Texten gibt es für die Lektorin einiges zu tun.

Rechtschreibfehler – ein relevantes Thema für Autor und Lektorin gleichermaßen. Denn in vielen Manuskripten wimmelt es nur so von Fehlern.

Ich habe einen Artikel ausgegraben, der es verdient hat, ausgegraben zu werden. Warum? Deshalb:

Rechtschreibung ist für viele Menschen ein Problem. Auch für Autoren. Für manche ein kleineres, für viele ein größeres. Und an vielen Texten gibt es für die Lektorin viel zu tun. Hier ein Beispiel.

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Der gezeigte Text-Ausschnitt besteht aus 145 Wörtern und weist rund 30 Fehler auf. Fehler, die zu korrigieren, nicht Sache der Lektorin sind, sondern die der Autorin.

Die grün und rot unterstrichenen Stellen hat die Rechtschreibprüfung von “Word” erkannt (die Rechtschreibprüfung von Word ist absoluter Mist!). Die von mir gelb markierten Textstellen dagegen nicht – denen musste ich also selbst auf den Leib rücken. Der gesamte Text besteht aus ungefähr 15 000 Wörtern. Die Fehlerquote im gesamten Manuskript war durchgängig gleich. Also: rund 3000 Fehler, die ich korrigieren musste. Jeden einzeln!

Stelle gerade fest, dass ich noch ein fehlendes Komma übersehen habe. Ich sag ja … mühsam … bei so einer Unmenge von Fehlern. Da sieht man vor lauter Bäumen den Wald schon nicht mehr. Demzufolge werde ich noch viele Fehler mehr übersehen haben. Das wird dann meine Korrekturleserin übernehmen … und vermutlich wird sie fluchen.

PS: So einen Text werde ich nie wieder korrigieren, geschweige denn lektorieren. Ich habe nämlich keine Lust, faulen/bequemen Autoren die Arbeit abzunehmen.

Dass und warum es selbst bei hervorragenden Autoren für eine Lektorin noch genug zu tun gibt, beschreibt Dr. Uwe Niemann hier ausführlich.

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