Veröffentlich man bei amazon ein Ebook, bekommt als Erlös 70 % vom Verkaufspreis. (Allerdings nur bei einem Verkaufspreis von € 2,99 bis € 9,99.)

amazon

 

neobooks, der Droemer-Knaur-Gruppe zugehörig, wirbt auch mit
70 %. “70 % vom Honorar” steht da. Der naive Autor denkt also, er bekommt genauso viel wie bei amazon. Falsch gedacht!

neobook Kopie
 
Denn der feine, aber entscheidende Unterschied zu amazon ist der, dass sich die 70 % bei neobooks auf den Erlös beziehen. Im Klartext bedeutet das, dass man keine 70 % vom Verkaufspreis seines Ebooks bekommt, sondern lediglich so um die 35 %. Also gerade mal die Hälfte!

Rein rechtlich ist gegen die Formulierung mit den 70 % Honorar nichts zu sagen, weil sie formal korrekt ist. Nur Otto Normalautor denkt halt angesichts der “70 % Autorenhonorar”, das beziehe sich – wie bei amazon – auf den Verkaufspreis.

Aber genau das stimmt nicht!

Also ist es deutlich lukrativer, das Ebook direkt bei amazon zu listen, denn der größte Teil der bei neobooks verkauften Bücher läuft mit großer Wahrscheinlichkeit ohnehin über amazon. Nur partizipiert neobooks daran, und der Autor bekommt entsprechend weniger Honorar. Und wer begnügt sich mit dem halben Kuchen, wenn er den ganzen haben kann …

Übrigens: wem das Erstellen einer Ebook-Datei für amazon zu aufwändig ist … Edition Blaes übernimmt diese Dienstleistung gern für Sie. Das Honorar für die Konvertierung Ihres Manuskriptes und das Online-Stellen des Ebooks ist abhängig von Art und Umfang des Manuskriptes.

Das Kleingedruckte ist wichtig!

2 Gedanken zu „Das Kleingedruckte ist wichtig!

  • 29. Januar 2013 um 16:16
    Permalink

    Eine kurze Stellungnahme dazu von unserer Seite, die hoffentlich das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird:
    Bei neobooks erhält der Autor Zugang zu ein Distributionsnetz, das über 90% der Händler in Deutschland abdeckt – ohne Einstellgebühr und mit einer für den Autor kostenlosen ISBN. Ein Großteil der Umsätze läuft dabei außerhalb von Amazon – bei über neobooks vertriebenen eBooks wie bei anderen Plattformen und Verlagen: http://www.buchreport.de/blog.htm?p=2884

    Dem “Nepper, Schlepper-“Vorwurf (Anmerkung R. B.: habe die Überschrift des Blog-Beitrags geändert und entschuldige mich dafür!) widerspreche ich klar: Die 70% Honorar beziehen sich nicht auf den Verkaufspreis, sondern auf den Erlös. Das ist für jeden Autor, der ein Werk einstellt, in unserem Honorarrechner deutlich sichtbar. (So sieht man dort auch, dass man je nach Händler zw. 38 und 40% vom Nettoverkaufspreis an Honorar erhält.)

    Dort findet man auch heraus, dass bei einem Verkaufspreis von unter 2,69 (und der durchschn. Verkaufspreis eines Self-Publishing-Ebooks liegt bei 2,49 €!) oder über 9,90 € das Honorar über neobooks sogar in der Einzelbetrachtung höher liegt als bei Amazon direkt. Natürlich werden aber auch deutliche Umsätze über die anderen eBook-Händler erzielt, wenn man sich nicht nur auf einen Händler festlegt.
    Bei Amazon beziehen sich die 70% im Übrigen auch nicht auf den Verkaufspreis, sondern auf den Nettoverkaufspreis, minus eine Distributionsgebühr, die schon auch mal je nach Dateigröße bis zu 10 cent je Sale ausmachen kann. Und das auch nur – wie hier schon angemerkt – bei Titeln, die im Listenpreis zwischen 2,60 und 9,70 liegen. Bei einem 1,99 €-Titel erhält der Autor über kdp also 35 % –> 0,68 €, über neobooks erhält er beim gleichen Verkaufspreis ein Honorar von 0,78 €!
    Es lohnt also immer, genau zu vergleichen!

  • 29. Januar 2013 um 16:37
    Permalink

    Danke für den informierenden Kommentar.
    Wann man bei amazon die 70 % bekommt, darauf habe ich im ersten Absatz hingewiesen.
    Die Dienstleistung von neobooks ist durchaus okay, das möchte ich nicht falsch verstanden wissen. Schließlich haben Sie auch die Arbeit mit dem Erstellen eines Ebooks und mit der Administration und Sie geben ja auch einen nicht unerheblichen Teil der Einnahme an den Händler. Aber ich finde auch, dass deutlicher erläutert werden sollte, worauf sich die “70 % Honorar” beziehen … an prominenter Stelle auf Ihrer Homepage.
    Nichts für ungut! Ich wollte Ihre Dienstleistung nicht schlecht machen, denn das ist sie in der Tat nicht.

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