Ich weiß gar nicht mehr genau, wie es angefangen hat. Aber ich denke, es war vor ungefähr einem halben Jahr – als Karin Greiner, ihres Zeichens Diplom-Biologin und Pflanzenexpertin, mir die Idee eines gemeinsamen Wildkräuterbuches präsentierte. Sie liefere die Inhalte und ich solle doch Fotos dafür machen.

Gesagt, getan – ich war von ihrem Vorschlag von der ersten Sekunde an begeistert. Aus zwei Gründen: Karin ist sehr (sehr!) kompetent auf ihrem Gebiet, und außerdem liebe ich ihre wunderbaren Fabeln und leckeren Rezepte, bei denen ich mich immer wieder frage, wie sie nur auf solche fantasievollen Kreationen kommt. (Die Antwort kenne ich mittlerweile: Sie entstehen aus ihrer Liebe zu wilden Kräutern und zu wertvollem, schmackhaftem und gleichermaßen gesundem Essen.)

Ihre erste Geschichte bekam ich letztes Jahr in der Adventszeit zu lesen. Ein ganz wunderbares kleines Märchen über “Weihnachten im Wald”, das mich sehr berührt hat – weil es so zart, einfühlsam und liebevoll geschrieben ist. Sie hat mir dann noch weitere Geschichten geschickt und Rezepte … und ich war begeistert.

Nun brauchte ich “nur” noch die Fotos dazu zu machen. Erfreulicherweise hatte ich in meinem Fundus schon so einiges, was passte, teilweise sogar “wie die Faust aufs Auge”. Als hätte ich vor Monaten schon geahnt, dass ich diese Motive für unser Projekt gebrauchen kann. Nun ja, vielleicht gibt es den Siebten Sinn tatsächlich …

Wie dem auch sei, einige Fotos hatte ich also, die anderen mussten noch produziert werden. Das heißt: ich musste die zu Karins Geschichten passenden Wildkräuter erst suchen und dann fotografieren. Da die ja nichts aufs Mal wachsen, sondern brav ein Kräutlein nach dem anderen (na ja, einige sprießen auch zurselben Zeit), war ich von Anfang März bis Ende Juli damit beschäftigt, auf Pirsch zu gehen. Gott sei Dank lebe ich auf dem Land, und die meisten Kräuter treiben ihre Würzelchen sogar nur wenige Meter von mir entfernt in die Erde – in meinem Garten oder auf der nächsten Wiese. Ganz so einfach war das allerdings auch nicht, denn es gibt das eine oder andere Kraut, das dem anderen (oder dem einen) sehr ähnlich sieht. Man muss also genau hinschauen – nicht nur beim Fotografieren. Doch mittlerweile kenne ich den Beifuß – beispielsweise – auf den ersten Blick. Diesen Blick schult Karin übrigens durch die Bestimmungen im Buch.

Seit Anfang März sind wir (Karin eigentlich schon sehr viel länger – mit Fabeln und Rezepten) also mit diesem Projekt beschäftigt, und nun ist es soweit: “Das wilde Kräuterbuch” ist fertig, das Manuskript mehrfach Korrektur gelesen (ein dickes Danke an die aufmerksamen Fehlersucherinnen an dieser Stelle!), die Datei geht nächste Woche zur Druckerei, und Anfang September kommt unser gemeinsames Werk auf den Markt. Es war eine wunderbare Aufgabe, die mir sehr viel Freude gemacht hat, und bei der ich enorm viel über die wunderbare Welt der wilden Kräuter gelernt habe. Ich gehe jetzt mit ganz anderen Augen durch die Natur als früher und rede viele Wildkräuter am Wegesrand und auf Wiesen und Feldern mittlerweile mit Namen an. Dafür danke ich Karin von ganzem Herzen.

Hier ein paar Appetithappen.

Hier kann man das Buch bestellen. Bis zum 30. August zum günstigen Subskriptionspreis.

Das Buch ist ein wunderbares Geschenk für Menschen, die die Natur im Allgemeinen und wilde Kräuter im Speziellen lieben. Und ich denke, dass sein Inhalt auch etwas ganz Spezielles ist – das es in dieser Form als Wildkräuterbuch noch nicht gibt. Und ich bin mir sicher, dass jeder, der dieses Kleinod in Händen hält, sieht und spürt, mit wieviel Herzblut es entstanden ist. In diesem Sinn sind Karin und ich also Blutsschwestern …

Neu

3 Gedanken zu „Neu

  • Pingback:Kleiner Einblick : Pflanzenlust-Blog

  • 20. August 2011 um 16:06
    Permalink

    Ihr Lieben,

    ich bin wirklich schon sehr gespannt auf das fertige Werk. 🙂

    Viel Erfolg damit!

    Liebe Grüße,
    Doris

  • 21. August 2011 um 08:16
    Permalink

    Ja, “Erfolg”, den wünschen Karin und ich uns auch. Bei all der Arbeit, die in dem Buch steckt …

    Herzliche Grüße
    Renate

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