buchcover

Ich schreibe ein Buch, lasse es drucken, und dann wird es ein Bestseller. Oft habe ich den Eindruck, dass viele Autoren genau so denken.

Dass dem nicht so ist, liegt eigentlich auf der Hand. Nach dem Setzen des letzten Punktes ist das Buch nämlich noch lange nicht “fertig”, weil die Arbeit jetzt erst richtig losgeht, denn nun kommt das Überarbeiten. Warum so viele Autoren eine tiefe Abneigung gegen das Überarbeiten hegen, ist mir ein Rätsel, denn mir persönlich macht das Überarbeiten sehr großen Spaß. Die Pflicht, also das Schreiben selbst, ist erledigt, nun kommt die Kür und mit ihr das Vergnügen.

Völlig entspannt sitze ich vor meinem Manuskript, lese aufmerksam jeden Satz und jedes Wort und korrigiere, verschiebe Wörter oder tausche sie aus. Lösche Wörter, Sätze oder ganze Absätze. Ändere Formulierungen, streiche hier, füge dort was hinzu … alles in allem dauert das Überarbeiten meiner eigenen Texte ungefähr zwei- bis dreimal so lange wie das Schreiben selbst. Mindestens!

In diesem Zusammenhang verweise ich auf das wunderbare Internetportal Woxikon. Dort findet man sehr viele Synonyme, unter anderem nach Begrifflichkeiten sortiert, denn man sollte die Verwendung eines Wortes grundsätzlich prüfen. Oft gibt es ein besseres, vielleicht eines, das nicht so alltäglich ist. Wie zum Beispiel “treuherzig”, über das ich vor einiger Zeit in dem zauberhaften Buch “Eine Kindheit in der Provance” von Marcel Pagnol gestolpert bin. Treuherzig gefällt mir sehr gut und bei nächster Gelegenheit werde ich es verwenden – denn aus meinem aktiven Sprachschatz ist es fast verschwunden. Weshalb ich mich sehr gefreut habe, es in Pagnols Buch wiederentdeckt zu haben …

Aber zurück zum Veröffentlichen eines Buches. Ist es tatsächlich fertig, kommt der nächste Schritt, das Buchdesign. Auch da gibt es viel zu beachten, und ich habe in diesem Blog bereits etliche Beiträge zu diesem Thema verfasst, zum Beispiel einen über den Buchinhalt. Wer sich für die Artikel im einzelnen interessiert … einfach oben rechts im Suchkästchen den Begriff “Buchdesign” eingeben.

Dann kommt der Druck, und auch da gibt es viel zu beachten. Softcover oder Hardcaover. Papier. Wahl der Druckerei. Auflage … auf was es bei der Produktion so alles ankommt, wird sich ein Laie vermutlich schwer vorstellen können. Dafür braucht es Erfahrung im Umgang mit Druckereien. Ich habe diese Erfahrung, denn mit Druckereien arbeite ich seit über 35 Jahren zusammen, und weiß, worauf ich bei der Auswahl achten muss. So ist beispielsweise eine Druckerei, die sich auf die Produktion von Softcovern spezialisiert hat, für den Druck eines Hardcover-Buches oft nicht der ideale Partner, weil sie die dafür erforderlichen Maschinen nicht hat.

Und hat man das Buch dann endlich in den Händen, kommt das Marketing und die PR – das man rechtzeitig vorbereiten sollte. Zu diesem Thema gibt es demnächst einen separaten Artikel.

Zum Schluss ein Link zu einem Artikel, ebenfalls aufräumt mit der Vorstellung, ein Buch erfolgreich auf dem Markt zu platzieren, sei ein Kinderspiel.

Über das Publizieren von Büchern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.