19 Bücher in acht Wochen! Wer schreibt hier? Ein Mensch? Oder KI?
Eine Autorin veröffentlicht innerhalb von acht Wochen 19 Bücher. Ich habe mir Leseproben auf Amazon angesehen. Und ich muss zugeben: Die Bücher sind gut. Texte und Cover gleichermaßen. Dass die Cover von KI gemacht sind, ist eindeutig. Aber ich denke, auch die Inhalte sind von KI „geschrieben“.
Genau das macht die Sache interessant. Kann ein Mensch innerhalb von zwei Monaten 19 gute Bücher schreiben? Also nicht einfach nur Text produzieren, sondern Geschichten entwickeln, Figuren gestalten, Gedanken ausarbeiten, die richtigen Worte finden und am Ende Bücher veröffentlichen, die literarisch überzeugen? (Wobei auch das ein anderes Thema ist … viele Erfolgsbücher finde ich absolut grauenhaft!)
Das ist schlichtweg unmöglich. Ich weiß das, denn ich schreibe seit vielen Jahren Texte und Bücher. Und ich bin eine Schnellschreiberin …
Aber: Die Leseproben der 19 Bücher sind gut. Und damit wird die Frage für mich noch spannender: Wie sind diese Bücher entstanden? Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz dabei? Und wenn KI einen wesentlichen Teil der Arbeit übernimmt, was bedeutet das für Autoren, die selbst schreiben? Ist das möglicherweise das ultimative KO für ernsthafte Autoren? Ich weiß es nicht.
Ich weiß auch nicht, ob und in welchem Umfang die betreffende Autorin KI verwendet hat. Die hohe Zahl der Veröffentlichungen beweist nichts. Gibt aber Anlass zu Fragen. Vielleicht gab es Vorarbeiten, vielleicht arbeitet sie mit anderen Menschen zusammen, vielleicht hat sie einen besonders effizienten Schreibprozess entwickelt.
Ich behaupte also gar nichts.
Aber ich stelle die Frage: Wer hat die Bücher geschrieben? Ein Mensch? Oder KI?
Diese Frage führt zu einem Thema, das mich zunehmend beschäftigt: Was bedeutet es heutzutage, Autorin oder Autor zu sein, wenn künstliche Intelligenz Texte erzeugen kann, für die Menschen erheblich mehr Zeit und vor allem Herzblut benötigen?
Ich mag künstliche Intelligenz. Ich nutze sie gerne und bin fasziniert von ihren Möglichkeiten. Gerade deshalb finde ich es wichtig, kritisch darüber nachzudenken, was sie für das Schreiben, für die Literatur und für unser Verständnis von einem Autor bedeutet. Und vor allem: Was sie in Zukunft für uns bedeuten wird. Abgesehen davon, dass es deutlich mehr Bücher geben wird. Denn mit KI kann jeder Depp innerhalb weniger Stunden ein Buch raushauen.
Wie ich anfangs sagte: Mein Denkprozess ist in Gang gesetzt.
Wird fortgesetzt …

