Post vom Zebrafisch

Heute bekam ich elektronische Post von meiner lieben Freundin Karin Tauer, die in Lübeck das Atelier Zebrafisch führt.

Karin ist (u. a.) Illustratorin und hat das zauberhafte Titelbild für das Kurzgeschichtenbuch “Auf der Pirsch mit Knittelwirsch” gezeichnet.

Den Inhalt von Karins E-Mail finde ich so berührend, dass ich sie gefragt habe, ob ich den Text auf meinem Blog veröffentlichen darf. Ich darf! Und eine passende Illustration hat Karin auch gleich mitgeschickt.

Danke für deine wunderschöne Post, liebe Karin, ich freue mich, mit dir befreundet zu sein!

Mein lieber Norden,

nun sitze ich hier mit dir und wir wissen beide nicht so recht, wie es mit uns weitergehen wird.

Du, ein wunderschöner Landstrich, der gerade weder Küste noch all deine anderen Schönheiten mit vielen Besuchern teilen kann und ich, eine Zeichnerin, die dich so lieb gewonnen hat und dir eine kleine Hommage schenken möchte.

Du Norden mit deinen klaren Farben, deinem scharfen Wind, dem vielen Wasser. Du Norden, mit all deinen Bewohnern, den glücklichsten aller Deutschen, wenn man den Umfragen glaubt. Ich bin nicht hier hinein geboren, nicht hier aufgewachsen und nicht hier ausgebildet. Ich kam als fertige Erwachsene mit Hoffnungen, Zielen und Vorstellungen. Du hast mich mit offenen Armen empfangen, mir Respekt eingeflößt, mir Mut gemacht einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Immer schön bedächtig, nie zu schnell, aber auch niemals Stillstand.

Und nun stehen wir still.

Mein Geschäft ist geschlossen, die Bürgersteige hochgeklappt, Ängste halten Einzug in die Türen vieler charmanter Altstadthäuser. Manchmal habe auch ich Angst. Eine kurze Angst und dann weiß ich: ich habe schon soviel geschafft und es ist nicht die erste bedrohliche Krise, die mir begegnet. Untergehen werden wir nicht, vielleicht zweifeln, auch einmal klagen oder wütend sein, aber wir werden die Chance sehen, die in der Krise liegt. Vieles ist wohl anders, wenn wir aus dieser Phase wieder auftauchen, „anders“ kann aber auch Gutes beinhalten. Stück für Stück baue ich vielleicht das Alte wieder auf, nehme neue Anteile mit hinein oder erschaffe Neues. Ganz sicher entwickle ich mich weiter, werde noch stärker.

Mein lieber Norden, meine lieb gewonnenen Nordlichter, wir sitzen gemeinsam in dieser Krise und wir arbeiten uns auch gemeinsam wieder heraus. Lasst uns alle die Möglichkeit nutzen, die Anderen in neuem Licht zu sehen, uns zu stützen, gemeinsam zu hoffen, viel zu lachen und wenig zu jammern. Ihr seid mir wichtig mit eurer Klarheit und eurem manchmal etwas sprödem und gleichzeitig verbindlichem Charme. Wer den Weg in euer Herz geschafft hat, fliegt da so schnell nicht wieder raus. Wie schön ist es hier zu sein, mit, neben und zwischen euch.

Lasst uns gemeinsam diesem Sturm, der gerade über uns hinweg fegt, unsere Klarheit und unsere Stärke entgegensetzen.

Wir sind die Kapitäninnen & Kapitäne unseres Lebens!

Wie schön, dass es euch gibt!

Mit lieben Grüßen, den allerbesten Wünschen,
dem feinsten Lächeln und breitestem Grinsen,
dem stärksten Hoffen und wildestem Mut,
mit größtem Optimismus – denn alles wird gut!*

Karin Tauer

*vielleicht wird einiges auch anders, aber auch “anders” wird gut sein.

WIR

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Gute Gesundheit!

All meinen Autoren und Blogbesuchern wünsche ich, dass sie von der aktuell unser Leben beherrschenden Krankheit verschont bleiben.

Vielleicht ist sie auch ein Hinweis für uns Menschen, dass wir bescheiden und demütig sein sollten. Wie wir sehen, ist die “Natur” viel stärker als wir. Ein kleines Virus zwingt uns zu einem völlig anderen Verhalten, versetzt uns in Angst, und wir können nur hoffen, dass es die Forscher und Wissenschaftler bald schaffen, ihm etwas entgegenzusetzen.

Also: Bleibt gesund, bleibt zu Hause und bleibt zuversichtlich. Wascht euch die Hände, wenn ihr vom Einkauf oder Spaziergang nach Hause kommt, und nutzt die Zeit zum Schreiben!

Herzliche Grüße – Renate Blaes

Tartar oder Tatar?

Seit vielen Jahren bin ich Hobby-Köchin und habe in dieser Funktion gestern ein köstliches Gemüse-Rezept kreiert. Dabei musste ich überlegen, wie man es schreibt: Tartar oder Tatar? Ich war geneigt, “Tartar” zu schreiben. Aber genau das ist falsch!
Richtig ist: Tatar

Wer und was die Tataren waren, ist bei Wikipedia beschrieben.

Übrigens: Das Gemüse-Tatar ist einfach köstlich! Ich kann es jedem Gern-Esser nur ans Herz legen bzw. sollte er es sich in den Mund legen. Es ist ganz einfach zuzubereiten, und die Salatcreme sollte er nicht kaufen, sondern selber herstellen. Was ja bei der momentanen Situation ohnehin besser ist.

Vor- und Nachsatz

Was ich bei meinem gestrigen Blogbeitrag über die Neuauflage eines Kinderbuches vergessen habe: Bei dem Kinderbuch “Hosibald und das Zauberschwert” gab es noch weitere kleine Änderungen:
1. Das etwas langweilige DIN A-4 Format wurde auf 28 Zentimeter Höhe verringert.


2. Der Vor- und Nachsatz ist nicht weiß, sondern rot.


3. Passend dazu gibt es ein rotes Lesebändchen.
4. Das Papier des Buchinhalts ist nicht mehr leicht glänzend, sondern matt. Glänzendes Papier hat nämlich den Nachteil, dass es beim Lesen blendet. Vor allem, wenn man unter einer Lampe liest. Und bei mattem Papier ist auch die Haptik besser, es fühlt sich also besser an … angenehmer Nebeneffekt.

Kaufen kann man dieses wunderbare Kinderbuch direkt beim Autor, Manfred Stanzel – in drei Varianten:
– gedrucktes Buch
– Hörbuch (CD)
– Bilder-Hörbuch (DVD

Neuauflage von “Hosibald und das Zauberschwert”

Vor ein paar Monaten bekam ich einen Anruf aus der Nähe von Augsburg. Am Apparat war der Kinderbuchautor Manfred Stanzel. Er war auf der Suche nach einer Druckerei, die “Hosibald und das Zauberschwert” neu auflegt. Beim Googeln ist er dabei auf meiner Website gelandet, er hat sich umgeschaut und gedacht: Edition Blaes könnte genau das sein, was ich suche.

Manfred Stanzel hat mir sein Anliegen geschildert, und am nächsten Tag war sein neu aufzulegendes Kinderbuch im Briefkasten. Was mir als Erstes auffiel: die Schrift auf dem Titelbild. Die hat mir gar nicht gefallen. Erstens war sie schwarz und zweitens auch kein Schriftschnitt für ein Kinderbuch. Demzufolge war es das Erste, was ich beim Re-Design geändert habe.

Titelbild

Typografie
Die Schrift im Innenteil hat mir auch nicht gefallen. Eine Null-Acht-Fuffzehn-Serifenschrift. Ich habe sie gegen eine kindgerechte Typewriter-Schrift getauscht. Außerdem habe ich auf jeder Doppelseite den Text mit einer roten Initiale begonnen.

Erste Seite
Die erste Seite im Buch war leer! Das fand ich ziemlich phantasielos und sollte geändert werden.

Also habe ich dort Text eingefügt und den Autor gebeten, die Illustratorin einen Baum zeichnen zu lassen – als korrespondierendes Element zu der Zeichnung auf der rechten Seite.
Damit die Wiese bei der Landschaftszeichnung mehr in die linke Seite ragt, habe ich sie etwas verlängert und und die Farben grundsätzlich etwas kräftiger gemacht – die fand ich etwas zu blass.

Buchinhalt
Bei weiteren Innenseiten habe ich an etlichen Stellen auch Kleinigkeiten geändert.

Vorher:

Nachher:

Vorher:

Nachher:

Vorher:

Nachher:

Happy End
Bei der Hochzeitstafel schließlich ist der Faltenwurf der Tischdecke während der Druckproduktion verloren gegangen.
Vorher:

Nachher:

Die Falten wurden wieder eingefügt. Außerdem habe ich dem Hündchen noch ein paar Jonglier-Bälle verpasst …

Letzte Seite
Die beiden letzten Seiten waren in meinen Augen ein wenig dröge.

Deshalb habe ich ein bisschen rumgespielt und den Frosch von einer der Innenseiten der Hexe auf den Kopf gesetzt, ihre Zöpfe ein bisschen verdreht und das “ENDE” mit dem Zauberstab geschrieben.

Nun ist die Neuauflage dieses zauberhaften Kinderbuches gedruckt und auch als Hörbuch und Bilder-Hörbuch erhältlich. Bestellen kann man alle drei Varianten auf der Homepage des Autors: www.hosibald.de

Zeilennummern in WORD entfernen

Vor kurzem bekam ich von einem Autor ein Manuskript, in dem die Zeilen nummeriert waren.

nummern-1

Für die Kommunikation zwischen Autor und Lektor können die Nummern hilfreich sein, fürs Lektorieren an sich stören sie aber. Also müssen die verschwinden. Aber wie?

Ich habe gegoogelt und etliche Anleitungen gefunden – aber alle für Windows. Ich arbeite an einem Mac. Und WORD für MAC hat eine völlig andere Arbeitsfläche als die für Windows. (Bravo, Microsoft! Die meisten Designer arbeiten mit MAC … warum wohl?)

Also suchte ich weiter und letztendlich sieht die Lösung so aus:

Man geht in der Menueleiste auf “Format” und dort auf “Dokument”.

Zeilennummern

Zeilennummern-2

Im Register “Layout” entfernt man das Häkchen bei “Zeilennummern hinzufügen”.

Kochlust!

Ich koche gern und wohl auch gut. Meine Gäste zumindest saßen mehr als einmal an meinem Esstisch. Seit vergangenem Jahr führe ich deshalb auch ein Kochblog, zusammen mit Karin Greiner, die u. a. das Wildkräuterkochbuch “Wildkräuterrezepte” verfasst hat. Wer gern schnell und einfach kocht und backt, und auch Wildkräuter mag, ist bei Kochlust herzlich willkommen.

Und in absehbarer Zeit gibt es natürlich auch ein Kochbuch.