Druckfrisch: Wildkräuterrezepte

Mitte Juni haben wir mit der Arbeit am Buch begonnen, nun ist es schon gedruckt: Wildkräuterrezepte – mit Pflanzenlust durchs Jahr von Karin Greiner.

Gestern mussten Karin und ich ganz schön schleppen, denn die Spedition hat die Bücher geliefert – eine volle Palette, 550 Kilogramm insgesamt.

Ungefähr eine Stunde waren wir beschäftigt und der Schweiß lief in Strömen, aber dann waren die Bücher an Ort und Stelle und liegen nun bereit – für die Leser bzw. Köche. Denn wie der Titel sagt, stellt Karin in diesem Buch neue und selbst kreierte Rezepte mit Wildkräutern vor. Über 50 an der Zahl – 23 Wildkräuterarten mit Beschreibungen und Fotos.

Ich habe natürlich auch einige Bücher eingepackt und mein Qualitätsmitarbeiter hat sie sogleich geprüft – und hatte nichts zu beanstanden.

Wildkräuterrezepte
mit Pflanzenlust durchs Jahr
von Karin Greiner

160 Seiten
Hardcover, Fadenheftung mit Lesebändchen
EUR 14,95

Die Wildkräuterrezepte gibt es auch als Ebook. Hier kann man es bestellen – in beiden Versionen.

Tipps für Anfangsautoren – ISBN


Wenn Sie Ihr Buch selbst verlegen, sollten Sie sich eine ISBN (International Standard Book Number) zulegen, damit das Buch auf den herkömmlichen Wegen im Buchhandel gekauft werden kann. Diese Nummer besorgt der Druck-Anbieter oder der Verlag. Sie können aber auch selbst eine kaufen. Bei german-isbn.de

Die ISBN besteht aus einer Zahlenkombination (die u. a. auch dem jeweiligen Verlag oder Herausgeber zugeordnet werden kann) und dem dazugehörigen Barcode – für die Lesegeräte der Buchhändler.

Wenn Sie Ihr Buch bei Edition Blaes verlegen, bekommen Sie auch eine ISBN. Kosten: EUR 95

Zwingend notwendig für eine Buchveröffentlichung ist eine ISBN übrigens nicht! Sie erleichtert aber (nicht nur Buchhändlern) das Finden eines Buchtitels.

wird fortgesetzt

Meine wunderbare Hardcoverbuch-Druckerei in Tschechien

Mit Druckereien arbeite ich seit über 35 Jahren zusammen. In den ersten zehn Jahren war ich bei Druckbeginn fast immer dabei – um zusammen mit dem Drucker direkt an der Druckmaschine zu überprüfen, ob alles in meinem Sinn war. Vor allem wurden die Farben geprüft … denn die kann der Drucker einstellen. Da ein bisschen mehr Rot, dort ein bisschen weniger Gelb oder Schwarz oder Blau.

Beim Drucker vor Ort
Ich war in der Buchbinderei und habe zugeschaut, wie “mein” Buch produziert wurde. Geschnitten, geleimt oder mit Fadenstichheftung gebunden und zellophaniert. Alles zusammen hat viel Spaß gemacht, und ich habe viel gelernt.

Heutzutage stehe ich – leider – nicht mehr an der Maschine, wenn gedruckt wird, denn die Druckereien, mit denen ich zusammenarbeite, sind nicht vor Ort (wie früher), sondern viele Kilometer entfernt. Also wird auf andere Weise kommuniziert: u. a. indem vorab ein Probedruck gemacht wird. Manchmal auch mehrere.

Auf der Suche
Vor einigen Jahren war ich auf der Suche nach einer Druckerei, die auf 4-Farb-Hardcoverbücher spezialisiert ist. Und nach mehreren und zeitaufwändigen Testläufen wurde ich fündig: In Tschechien.

Erst habe ich mir Bücher als Referenz schicken lassen. Die Qualität der Bücher: sehr gut.

Meine erste Erfahrung
Dann habe ich den ersten Auftrag vergeben, und das Ergebnis: Hervorragend! Mein Kunde war begeistert, und ich auch.

Es hat einfach alles gestimmt: Farben, buchbinderische Verarbeitung, Kommunikation (der Ansprechpartner spricht fließend Deutsch) und Termineinhaltung. Zwei Tage vor dem angekündigten Zeitpunkt wurde das Buch geliefert. Perfekt verpackt!

Denn auch die Verpackung spielt eine Rolle. An so etwas wie auf diesem Foto

hat der Empfänger keine Freude! Und dass Fahrer von Speditionen mit Paketen nicht zimperlich umgehen, dürfte bekannt sein. Zeit ist Geld, und da werden Pakete schon mal unsanft auf die Pritsche geschmissen.

So ein Transportschaden wird zwar ersetzt, aber was macht der Autor, wenn er das Buch dringend braucht? Weil er eine Lesung plant zum Beispiel. Oder einen fixen Erscheinungstermin angekündigt hat. Da nutzt eine Ersatzlieferung auch nichts, weil mindestens 3 Wochen für den Nachdruck verloren sind.

Oder wenn das Weihnachtsgeschäft vor der Tür steht.

Oder wenn ich feststelle, dass das Umschlagpapier über der Rille schwebt, anstatt fest mit ihr verklebt zu sein – so wie es bei einem professionell produzierten
Hardcoverbuch der Fall ist.

Qualität
Wie man sieht, ist ein zuverlässiger Druckpartner für einen Autor SEHR wichtig. Und mein Hardcover-Druckpartner in Tschechien ist zuverlässig! Das habe ich mittlerweile mehrfach prüfen können, und gestern kam die aktuelle Lieferung: Wieder absolut pünktlich und mit der gewohnt hervorrragenden Qualität.

Sensationeller Stückpreis
Auch wichtig: das Verhältnis von Preis und Leistung. Denn der Stückpreis für dieses Hardcover-Buch beispielsweise ist deutlich niedriger, als wenn ich es in Deutschland hätte drucken lassen.

Und ich kann auch eine Zahl nennen. Die Kostenersparnis beträgt rund 50 %!

Dass die Drucktechnik dabei mit der Offsettechnik stattfindet, spielt dabei auch eine Rolle, denn Offsetdruck ist qualitativ hochwertiger als Digitaldruck, was vor allem bei Büchern mit Fotos relevant ist.

Und das Ganze schließlich noch mit Fadenheftung und Lesebändchen!

Alles in allem: So eine Druckerei als Geschäftspartner zu haben, ist ein Glücksfall. Und sie zu finden ebenfalls. Ich habe sie erfreulicherweise gefunden und freue mich sehr darüber. Und ich teile diese Wertschätzung auch mit. Einmal verbal, indem ich mich nach der Lieferung schriftlich bedanke. Und selbstverständlich bezahle ich die Rechnung pünktlich. Nämlich an dem Tag, an dem ich sie bekomme. So eine Art von Wertschätzung ist für mich selbstverständlich.

Für viele Zeitgenossen wiederum scheint es selbstverständlich zu sein, dass ich meine mühsam erarbeiteten Geschäftskontakte einfach so verschenke. Die meisten schicken eine E-Mail (oft nicht mal mit persönlicher Anrede) und erwarten von mir die Adresse meiner Druckerei.

Dieser Aufforderung entspreche ich nicht. Von meinen guten Kontakten profitieren meine Autoren – und auch so manch anderer. Aber keine mir unbekannten Menschen

PS: Was bei den meisten Online-Druckereien dazu kommt: Vorkasse!

Ich bezahle meine Rechnungen wie gesagt sehr pünktlich, aber Vorkasse mag ich nicht. Grund: Ist das Geld überwiesen, sind die Probleme, es bei einer eventuellen Mängelrüge zurückzubekommen, vorprogrammiert. Wenn zum Beispiel der Buchbinder zu wenig Leim in der Maschine hat. Dann wird hin und her korrespondiert, über Nachlass diskutiert oder gar darüber, ob die Mängelrüge überhaupt berechtigt ist.

Alles in allem: So etwas kostet nicht nur Zeit, sondern oft auch Geld. Dann nämlich, wenn die (Vor)Bestellungen nicht ausgeführt werden können – wegen der erwähnten Mängel.

Deshalb ist es sehr wichtig, zuverlässige Geschäftspartner zu haben. Und wie oben schon gesagt: Wertvolle Kontaktdaten verschenke ich nicht. Denn ich bin Geschäftsfrau und nicht Inhaberin eines philanthropischen Instituts.

Tipps für Anfangsautoren – Verlagssuche

Selbst einen Verlag zu suchen, ist mühsam bis aussichtslos. 95 % aller eingeschickten Manuskripte werden abgelehnt. Aber es gibt Literaturagenturen. Hat man erstmal eine Agentur für sein Manuskript begeistert, stehen die Chancen, einen Verlag zu finden, ziemlich gut. Aber wie findet man eine seriöse Literaturagentur? Am besten man googelt oder greift zum Branchenbuch. Am besten ist der Kontakt mit bereits veröffentlichten Autoren. (mehr …)

Buchsatz für Anfänger

Auf meinem Schreibtisch liegt ein Buch eines Selfpublishers, das typische Anfängerfehler aufweist. Ein ganz schlimmer Fehler zeigt sich auf folgendem Bild: Der Autor hat ganz offensichtlich die Silbentrennung bei WORD nicht aktiviert (die ist standardmäßig deaktiviert), demzufolge wird im ganzen Buch kein einziges Wort getrennt, was zu teilweise sehr hässlichen Wortabständen führt (besonders schlimm ist die letzte Zeile) und den Grauwert massiv beeinträchtigt. (mehr …)

Was kostet ein Auto?

Immer wieder bekommen ich Anfragen, die in etwa lauten:

“Was kostet bei Ihnen ein Korrektorat/Lektorat/Buchdesign?”

Abgesehen davon, dass ich auf dieser Website bei “Dienstleistungen” beschreibe, worauf es ankommt, um ein “zuverlässiges” Angebot abgeben zu können, müsste eigentlich jedem Autor einleuchten, dass es auf so eine pauschal gestellte Frage keine Antwort geben kann. Zumindest keine mit einer konkreten Zahl. Denn auf einen anderen Lebensbereich bezogen könnte die Frage lauten: “Was kostet bei Ihnen ein Auto?”

Autos

Beim Autokauf sind verschiedene und individuelle Befürfnisse relevant. (mehr …)

Kleine Tipps für Anfangsautoren II.

Wie schreibe ich?
Dazu empfehle ich die Lektüre des Buches „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ von James N. Frey. Sie müssen seinen Empfehlungen nicht eins zu eins folgen, aber er gibt sehr gute Tipps. Unter anderem einen, den ich besonders wichtig finde: Wenn man bei einem Wort, Absatz oder Abschnitt überlegt, es/ihn zu ändern, zu kürzen oder vielleicht ganz zu streichen, dann sollte man das unbedingt machen. Denn wenn Sie selbst schon darüber stolpern, stolpert der Leser erst recht darüber. Denn der ist nicht – wie Sie – in den Text verliebt.

Also: Alles, über das Sie stolpern, sollten Sie entweder ändern oder streichen. Denn wenn Sie schon überlegen, ob das Wort, der Satz/Absatz nicht so gut oder gar überflüssig sind, dann folgen Sie Ihrem Gefühl.

Anmerkung: Ich habe in meinen Büchern schon Sätze und Absätze, ja ganze Kapitel gestrichen, bei denen mir das Herz blutete – weil ich sie so hervorragend fand. Ich habe sie trotzdem gelöscht, weil es für den Lesefluss besser war. Hinterher war ich sehr froh darüber, denn die innere Stimme spricht eigentlich immer die Wahrheit.

wird fortgesetzt