Täglich staune ich über die mangelnden Rechtschreibkenntnisse der Deutschen. Selbst Autoren haben wenig bis keine Ahnung von Rechtschreibung. Auffallend dabei: Kommaregeln sind den meisten davon völlig unbekannt. Deshalb hier die wichtigsten:
Die wichtigsten Kommaregeln im Deutschen
Haupt- und Nebensätze trennen
Beispiel: Ich gehe spazieren, weil die Sonne scheint.
Hinweis: Immer ein Komma setzen, wenn ein Nebensatz mit weil, dass, obwohl etc. beginnt.
Aufzählungen trennen
Beispiel: Wir kaufen Äpfel, Birnen, Bananen und Trauben.
Hinweis: Kein Komma vor und oder am Ende der Aufzählung.
Einschübe und Nachträge abtrennen
Beispiel: Herr Müller, der gestern krank war, kommt heute wieder.
Hinweis: Kommas um Einschübe herum setzen, die den Satz unterbrechen.
Infinitivgruppen abtrennen (manchmal Pflicht, manchmal freiwillig)
Beispiel: Er hat beschlossen, das Auto zu verkaufen.
Hinweis: Wenn die Infinitivgruppe mit um, ohne, statt, anstatt, außer, als eingeleitet wird, ist das Komma Pflicht. Ansonsten ist es dem Autor überlassen, was wieder so eine bescheuerte »Regel« ist! Denn eine Regel, die eine Variante zulässt, ist in meinen Augen keine Regel. Dazu ein Beispiel: Vor der roten Ampel müssen Sie stehenbleiben – oder Sie fahren weiter. Toll, oder?
Direkte Rede vom Begleitsatz trennen
Beispiel: »Kommst du morgen?«, fragte sie.
Hinweis: Vor und nach wörtlicher Rede Kommas setzen, wenn sie von Begleitsätzen umgeben ist.
Mini-Quiz zur Kommasetzung
Frage: Wo kommt ein Komma hin?
Ich weiß dass du morgen kommst und ich freue mich darauf.
Wir besuchen heute Oma Opa Tante Lisa und Onkel Franz.
Der Hund der gestern weggelaufen ist ist wieder zu Hause.
Er wollte nicht nur gewinnen sondern auch zeigen wie gut er ist.
»Kommst du mit« fragte Peter.
Antwort:
Ich weiß, dass du morgen kommst, und ich freue mich darauf.
Wir besuchen heute Oma, Opa, Tante Lisa und Onkel Franz.
Der Hund, der gestern weggelaufen ist, ist wieder zu Hause.
Er wollte nicht nur gewinnen, sondern auch zeigen, wie gut er ist.
»Kommst du mit?«, fragte Peter.




