definition

Hin und wieder wird mir vorgeworfen:

“Edition Blaes ist kein Verlag!”

Als Grund wird angeführt, dass meine Autoren kein Honorar bekommen, sondern für meine Dienstleistung sogar bezahlen.

Weiter wird argumentiert, der Begriff Verlag komme von vorlegen, also von “Geld vorlegen”.

Nun, das wird allgemein gern behauptet, das ist aber auch schon alles.

Für den Begriff “Verlag” gibt es folgende Begriffserklärung:

Ein Verlag ist ein Wirtschaftsunternehmen im Bereich des ‘Herstellenden Buchhandels’. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Schriften eines Autors zu vervielfältigen und diese zu verbreiten, also dem Publikum zugänglich zu machen.

Dieses Zitat habe ich im Literaturcafé gefunden, wo ein ausführlicher und interessanter Artikel zum Thema zu lesen ist.

In diesem Zusammenhang verweise ich auch auf den Begriff “Verlag” in anderen europäischen Sprachen hin:

England: publisher

Frankreich: maison d’edition

Italien: casa editrice

Holland: uitgeverij

Spanien: editorial

Ist irgendwo auch nur ein Hauch des Begriffs “vorlegen” zu erkennen?

Nein. Es geht im weitesten Sinn immer nur darum, “etwas zu veröffentlichen” oder “herauszubringen”.

Fazit: Edition Blaes bringt Bücher auf den Markt. Also ist Edition Blaes ein Verlag.

So weit so gut.

Aber wichtig ist: Meine Autoren bezahlen zwar für meine Dienstleistung, aber dann ist auch schon Ende der Fahnenstange (für mich).

Denn wenn einer meiner Autoren einen Bestseller schreibt, gehen die gesamten Einnahmen durch den Buchverkauf auf sein Konto.


Apropos Bestseller

So ist die Autorin Ayse Tuncöz mit ihrem bei Edition Blaes veröffentlichten Kochbuch innerhalb von nur zwei Tagen die Bestseller-Leiter bei Amazon hochgeklettert.

Auch die Märchenbuch-Autorin Karin Zimmermann hat es geschafft, innerhalb von nur zwei Monaten über 2.500 Leser zu begeistern.

Verlag. Verlegen. Vorlegen?

Ein Gedanke zu „Verlag. Verlegen. Vorlegen?

  • 10. März 2018 um 16:45
    Permalink

    In der Diskussion um das Thema wird gern behauptet, »verlegen« stamme etymologisch von »vorlegen«. Das ist falsch. Diese Ableitung entspringt dem Wunschdenken ungebildeter Kritiker.

    Schlag einfach nach bei Grimm.

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