Als Autor selbst einen Verlag zu suchen, ist mühsam bis aussichtslos. 95 % aller eingeschickten Manuskripte werden abgelehnt.
Literaturagenturen
Aber es gibt Literaturagenturen, die sehr hilfreich bei der Verlagssuche sind. Hat man eine Agentur für sein Manuskript begeistert, stehen die Chancen, einen Verlag zu finden, ziemlich gut.
Wie findet man eine seriöse Literaturagentur? Am besten ist, man googelt. Noch besser ist, Kontakt mit bereits veröffentlichten Autoren aufzunehmen, die mit einer Literaturagentur zusammenarbeiten und bereit sind, den Namen weiterzugeben. Eine seriöse und bekannte Literaturagentur ist beispielsweise die Agentur Michael Meller in München.
Referenzen
Fragen Sie beim Gespräch mit der Agentur nach Referenzen. Die sind normalerweise bereits auf der Homepage einer seriösen Agentur zu finden. Und die Referenzen sollten aktuell sein.
Kein Honorar vorab
Zahlen Sie der Agentur auf keinen Fall ein Honorar, bevor ein Vertrag mit einem Verlag abgeschlossen wurde. Eine seriöse Agentur arbeitet mit Erfolgshonorar, das heißt, sie behält die Vermittlungsprovision ein, sobald der Vertrag mit einem Verlag unter Dach und Fach ist. Üblich sind 15 %. Fünf Prozent rauf oder runter sind auch möglich.
Zusatzleistungen
Verlangt eine Agentur Geld für Lektorat oder ähnliche Leistungen, lassen Sie die Finger davon. Das Lektorieren des Manuskripts erledigt normalerweise der Verlag. Edition Blaes zählt nicht zu dieser Art von Verlagen. Dazu fehlen mir die Bestseller-Einnahmen. Denn nur von den Bestseller-Einnahmen kann ein »normaler« Verlag überhaupt existieren). Die Agentur ist lediglich dazu da, das Manuskript zu vermitteln und die Autorenhonorare und Vermarktungsrechte auszuhandeln. Auch Taschenbuchrechte bei einem anderen Verlag und Filmrechte spielen dabei eine Rolle.
Das passende Genre
Bevor Sie Ihr Manuskript an eine Agentur schicken, sollten Sie sicher sein, dass sie auch Ihr Genre im Programm hat. Hat sich eine Agentur beispielsweise auf Kinderbücher spezialisiert, wird sie kein Interesse an einem Fachbuch über Pferdezucht haben.
Für eine Buchveröffentlichung bei Edition Blaes braucht es keine Agentur. Autoren melden sich bei mir direkt.
Hinweis: Im Gegensatz zu den meisten Dienstleistungsverlagen, die aus jedem Manuskript ein Buch machen, ist mir die Qualität des Manuskripts sehr wichtig. Einen aufschlussreichen Artikel zu diesem Thema hat vor Jahren der Spiegel geschrieben. Leider ist er aktueller denn je und beleuchtet »Die schönsten Seiten des Schwachsinns« anschaulich. Ein paar Namen der üblichen Verdächtigen werden erfreulicherweise auch genannt. Einer meiner Autoren kann das bestätigen: Dr. Michael Franz hat vor einigen Jahren ein Fachbuch über Graphologie geschrieben. Er hat das Manuskript einem bekannten Dienstleistungsverlag mit wohlklingendem Namen in Frankfurt geschickt.
Prompt bekam er ein Angebot. Der Verlag war bereit, für einen Betrag von 11.000 (in Worten: elftausend) Euro das Buch zu veröffentlichen. Autorenexemplare für den Eigenbedarf hätten zusätzlich gekauft werden müssen.
Der Autor hat dankend abgelehnt.
Einige Monate später bekam er Post von dem genannten Verlag, der sich bereit zeigte, einen Preisnachlass zu gewähren und anbot, das Buch für nun 9.000 Euro zu veröffentlichen.
Da hatte der Autor jedoch sein Buch bereits bei Edition Blaes veröffentlicht. Für erheblich weniger Kosten als beim genannten Verlag.

