Mit Druckereien arbeite ich seit über 35 Jahren zusammen. In den ersten zehn Jahren war ich bei Druckbeginn fast immer dabei – um zusammen mit dem Drucker direkt an der Druckmaschine zu überprüfen, ob alles in meinem Sinn war. Vor allem wurden die Farben geprüft … denn die kann der Drucker einstellen. Da ein bisschen mehr Rot, dort ein bisschen weniger Gelb oder Schwarz oder Blau.

Beim Drucker vor Ort
Ich war in der Buchbinderei und habe zugeschaut, wie “mein” Buch produziert wurde. Geschnitten, geleimt oder mit Fadenstichheftung gebunden und zellophaniert. Alles zusammen hat viel Spaß gemacht, und ich habe viel gelernt.

Heutzutage stehe ich – leider – nicht mehr an der Maschine, wenn gedruckt wird, denn die Druckereien, mit denen ich zusammenarbeite, sind nicht vor Ort (wie früher), sondern viele Kilometer entfernt. Also wird auf andere Weise kommuniziert: u. a. indem vorab ein Probedruck gemacht wird. Manchmal auch mehrere.

Auf der Suche
Vor einigen Jahren war ich auf der Suche nach einer Druckerei, die auf 4-Farb-Hardcoverbücher spezialisiert ist. Und nach mehreren und zeitaufwändigen Testläufen wurde ich fündig: In Tschechien.

Erst habe ich mir Bücher als Referenz schicken lassen. Die Qualität der Bücher: sehr gut.

Meine erste Erfahrung
Dann habe ich den ersten Auftrag vergeben, und das Ergebnis: Hervorragend! Mein Kunde war begeistert, und ich auch.

Es hat einfach alles gestimmt: Farben, buchbinderische Verarbeitung, Kommunikation (der Ansprechpartner spricht fließend Deutsch) und Termineinhaltung. Zwei Tage vor dem angekündigten Zeitpunkt wurde das Buch geliefert. Perfekt verpackt!

Denn auch die Verpackung spielt eine Rolle. An so etwas wie auf diesem Foto

hat der Empfänger keine Freude! Und dass Fahrer von Speditionen mit Paketen nicht zimperlich umgehen, dürfte bekannt sein. Zeit ist Geld, und da werden Pakete schon mal unsanft auf die Pritsche geschmissen.

So ein Transportschaden wird zwar ersetzt, aber was macht der Autor, wenn er das Buch dringend braucht? Weil er eine Lesung plant zum Beispiel. Oder einen fixen Erscheinungstermin angekündigt hat. Da nutzt eine Ersatzlieferung auch nichts, weil mindestens 3 Wochen für den Nachdruck verloren sind.

Oder wenn das Weihnachtsgeschäft vor der Tür steht.

Oder wenn ich feststelle, dass das Umschlagpapier über der Rille schwebt, anstatt fest mit ihr verklebt zu sein – so wie es bei einem professionell produzierten
Hardcoverbuch der Fall ist.

Qualität
Wie man sieht, ist ein zuverlässiger Druckpartner für einen Autor SEHR wichtig. Und mein Hardcover-Druckpartner in Tschechien ist zuverlässig! Das habe ich mittlerweile mehrfach prüfen können, und gestern kam die aktuelle Lieferung: Wieder absolut pünktlich und mit der gewohnt hervorrragenden Qualität.

Sensationeller Stückpreis
Auch wichtig: das Verhältnis von Preis und Leistung. Denn der Stückpreis für dieses Hardcover-Buch beispielsweise ist deutlich niedriger, als wenn ich es in Deutschland hätte drucken lassen.

Und ich kann auch eine Zahl nennen. Die Kostenersparnis beträgt rund 50 %!

Dass die Drucktechnik dabei mit der Offsettechnik stattfindet, spielt dabei auch eine Rolle, denn Offsetdruck ist qualitativ hochwertiger als Digitaldruck, was vor allem bei Büchern mit Fotos relevant ist.

Und das Ganze schließlich noch mit Fadenheftung und Lesebändchen!

Alles in allem: So eine Druckerei als Geschäftspartner zu haben, ist ein Glücksfall. Und sie zu finden ebenfalls. Ich habe sie erfreulicherweise gefunden und freue mich sehr darüber. Und ich teile diese Wertschätzung auch mit. Einmal verbal, indem ich mich nach der Lieferung schriftlich bedanke. Und selbstverständlich bezahle ich die Rechnung pünktlich. Nämlich an dem Tag, an dem ich sie bekomme. So eine Art von Wertschätzung ist für mich selbstverständlich.

Für viele Zeitgenossen wiederum scheint es selbstverständlich zu sein, dass ich meine mühsam erarbeiteten Geschäftskontakte einfach so verschenke. Die meisten schicken eine E-Mail (oft nicht mal mit persönlicher Anrede) und erwarten von mir die Adresse meiner Druckerei.

Dieser Aufforderung entspreche ich nicht. Von meinen guten Kontakten profitieren meine Autoren – und auch so manch anderer. Aber keine mir unbekannten Menschen

PS: Was bei den meisten Online-Druckereien dazu kommt: Vorkasse!

Ich bezahle meine Rechnungen wie gesagt sehr pünktlich, aber Vorkasse mag ich nicht. Grund: Ist das Geld überwiesen, sind die Probleme, es bei einer eventuellen Mängelrüge zurückzubekommen, vorprogrammiert. Wenn zum Beispiel der Buchbinder zu wenig Leim in der Maschine hat. Dann wird hin und her korrespondiert, über Nachlass diskutiert oder gar darüber, ob die Mängelrüge überhaupt berechtigt ist.

Alles in allem: So etwas kostet nicht nur Zeit, sondern oft auch Geld. Dann nämlich, wenn die (Vor)Bestellungen nicht ausgeführt werden können – wegen der erwähnten Mängel.

Deshalb ist es sehr wichtig, zuverlässige Geschäftspartner zu haben. Und wie oben schon gesagt: Wertvolle Kontaktdaten verschenke ich nicht. Denn ich bin Geschäftsfrau und nicht Inhaberin eines philanthropischen Instituts.

Meine wunderbare Hardcoverbuch-Druckerei in Tschechien

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