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Der Traum vom eigenen Buch
Ein Buch schreiben – viele träumen davon. Und viele schreiben eines. Renommierte Autoren und mittlerweile auch ganz normale Zeitgenossen, und täglich werden es mehr. Sie schreiben sich ihre Erlebnisse von der Seele, teilen ihre Gedanken und Gefühle mit, plaudern aus dem Nähkästchen, geben ihr Wissen preis und/oder lassen ihrer Phantasie freien Lauf. Schreiben ist en vogue.

Hier ein paar Tipps aus meiner persönlichen Erfahrung – aus über 30 Jahren texten und schreiben.


Was schreibe ich?

Schreiben braucht Übung. Sie sollten deshalb nicht unbedingt mit einem 700-Seiten-Epos Ihre schriftstellerische Laufbahn beginnen. Fangen Sie mit Kurzgeschichten an. Eine kleine Geschichte ist relativ schnell geschrieben und bringt ein schnelles Erfolgserlebnis. Und sieben Seiten (selbstkritisch) zu bewerten und zu überarbeiten, ist einfacher als 700.

Über welche Themen schreibe ich?
Versuchen Sie nicht, den Nachfolger von „Harry Potter“ zu verfassen. (Die Autorin dieser Erfolgs-Bücher-Serie war über den sensationellen Erfolg selbst verblüfft und zählt heute zu den reichsten Bewohnern Englands.) Beschreiben Sie Ereignisse aus Ihrem Umfeld. Jeder von uns erlebt Situationen, die beschreibenswert sind. Und wer Talent hat, kann auch eine (scheinbar) banale Situation so in Worte fassen, dass andere Spaß daran haben. Siegfried Lenz zum Beispiel hat eine Geschichte geschrieben, die mich nachhaltig gefesselt hat. Die Handlung (“Plot” heißt das in der Fachsprache) in Kurzform: Ein Studenten-Ehepaar beginnt den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Dann geht der Mann geht zur Uni, um eine Prüfung zu absolvieren. Die Frau geht in die Stadt um einzukaufen, weil abends die vermutlich bestandene Prüfung gefeiert werden soll. Doch abends ist der Frau übel, die Feier findet nicht statt. – Diese nicht besonders aufregende Handlung ist auf rund 20 Seiten beschrieben und liest sich spannend wie ein Krimi.

Aber auch wenn Sie biografisch schreiben, halten Sie sich nicht sklavisch an die Realität. Es gibt Vieles, das man weglassen muss, weil es langweilig ist, und es gibt manches, das man erfinden muss, weil es wichtig ist für den Spannungsbogen.

Fortsetzung folgt

Tipps für Anfangsautoren

2 Gedanken zu „Tipps für Anfangsautoren

  • 14. Juni 2019 um 08:48
    Permalink

    Einen Tipp würde ich noch ergänzen: Such dir jemand, der deinen Text kritisch Korrektur liest. Es ist sehr schwierig, die Fehler im eigenen Text selbst zu finden.

  • 14. Juni 2019 um 09:54
    Permalink

    Danke für den Hinweis, lieber Leo. Dieser Tipp kommt noch …

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