Renate Blaes – mal ganz privat

Vorhin habe ich mit der Mitarbeiterin eines Verlages telefoniert, der seinen Firmensitz auch ganz in der Nähe hat. Und dabei habe ich erfahren, dass auch andere heutzutage nicht unbedingt ein großes Firmengebäude mehr benötigen – weil sie nämlich nicht mehr arbeiten wie früher, wo noch alle Angestellten in Büroräumen einem gemeinsamen Dach saßen.

Die Zeiten ändern sich ja, wie wir täglich mitkriegen. So gibt es in der Münchner Fußgängerzone kaum noch jemand, der nicht mit Handy am Ohr durch die Gegend läuft. In der U-Bahn das Gleiche. In Restaurants ebenfalls – andauernd klingelt, bimmelt, piepst irgendein mobiles Telefon und neueste und meist völlig unwichtige Informationen werden ausgetauscht. Na ja, soll jeder machen, wie und was er will. Ich habe zwar auch ein Smartphone, aber es ist die meiste Zeit aus. Wenn ich unterwegs bin, will ich nicht telefonieren. Ich telefoniere lieber auf meinem Bürostuhl sitzend.

Und wenn ich auf erwähntem Stuhl sitze, habe ich vor mir das aktuelle Computermodell von Apple. Ja, das leiste ich mir. Großer Bildschirm, kein Laufgeräusch, hochaufgelöste Bildschirmdarstellung – mit diesem “Werkzeug” meine Arbeit zu verrichten, macht einfach Spaß. Da gehe ich gern mit der Zeit …

Mit der Kommunikation ist es dasselbe. Vernetzung ist das Zauberwort. Hab ich ein Problemchen, lade ich meinen Computerfreak ein, meinen Computer zu besuchen, und ich sitze bequem auf meinem Bürostuhl, während er auf meinem Bildschirm rumfummelt und wir über die integrierten Lautsprecher miteinander sprechen. Tolle Erfindung!

Ein Autor mailt mir ein Bild. Zack – wenige Minuten später kann ich es bearbeiten und weitere Minuten später ist es in seinem Buch.

Ich brauche eine Illustration. Zack, wenige Minuten später ist eine kleine Auswahl da, gemailt von einem meiner freien Mitarbeiter.

Ich habe ein paar Entwürfe für ein Titelbild gemacht. Zack, wenige Minuten später ist die Mail samt Anhang in Österreich, Hamburg oder Übersee. Oder in Augsburg. Egal!

Die Kommunikation per Internet ist fantastisch, ich liebe sie! Ich kann Kunden und Autoren die gesamte Dienstleistungspalette anbieten, kompetent und schnell. Dafür brauche ich keinen Glaspalast. Es reichen mein gemütliches, aber funktionell eingerichtetes Arbeitszimmer – und moderne Kommunikationsmedien. Jeder Wasserkopf ist überflüssig.

Von dieser Situation profitieren Kunden und Autoren gleichermaßen. Denn natürlich kann ich meine Honorare ganz anders kalkulieren – weil meine Nebenkosten relativ gering sind.

See


Außerdem finde ich es ausgesprochen angenehm, in meinen eigenen vier Wänden arbeiten zu können. Zwischendurch gehe ich auf die Terrasse, werfe einen Blick auf den Ammersee und freue mich über meine angenehmen Arbeitsumstände. Und wenn ich Lust habe, gehe ich einfach ne Runde joggen.

Und wenn mir spät am Abend was einfällt (was sehr oft der Fall ist), begebe ich mich vom Wohnzimmer in mein Arbeitszimmer, schalte den Computer ein, drücke den Knopf des Routers und schon kann die Arbeit losgehen. Begleitet von Chilloutmusik und beschienen von gedimmtem Licht.

Lili

Und neben mir liegt meine Motivationsmitarbeiterin und gibt mir moralischen Beistand. Ab und zu streichle ich ihr weiches Fell und lächle in mich hinein. So macht Arbeiten wirklich Spaß …

4 Kommentare

  1. Liebe Renate!
    … und so in etwa habe ich mir deinen Stil zu arbeiten vorgestellt.
    Ich war nämlich jedes Mal perplex, wie schnell du auf die Zusendungen von Bildern reagierst, Vorschläge lieferst und auf Mails antwortest.

    Ein Zusammenarbeiten mit dir, obwohl wir uns noch nie gesehen haben, macht Spaß!
    (Auch wenn ich mir manchmal als der Gejagte vorkomme, wenn dein Rückmail schneller ist als ich mit meiner nächsten Grafik, die ich mir schon zum Absenden vorbereitet habe… )
    : )
    Lieben Gruß
    Hubert

  2. Danke, lieber Hubert!
    Was die Geschwindigkeit betrifft … Langsamkeit ist nicht unbedingt meine Stärke. 😉

    Liebe Grüße zurück – Renate

  3. Liebe Frau Blaes,
    leider habe ich Ihren Beitrag erst heute entdeckt. Die Einblicke, die Sie gewähren, finde ich total interessant! Auch ich kann nur bestätigen, dass ich anfangs gar nicht glauben konnte, dass Sie dieses Arbeitstempo tatsächlich permanent durchhalten.
    Ich kann immer wieder nur staunen und mich freuen, mit Ihnen so einen Glücksgriff gemacht zu haben! :-)))

    Ganz liebe Grüße aus dem sommerlichen Österreich
    Carmen

  4. Liebe Grüße zurück vom hochsommerlichen Ammersee, liebe Carmen.

    Renate Blaes

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