Buch veröffentlichen bei Amazon-kdp

Will man bei Amazon-kdp ein Buch veröffentlichen, gibt es einiges zu berücksichtigen. Macht man bei den technischen Dingen auch nur eine Kleinigkeit falsch, bekommt man eine Fehlermeldung, und bevor der Fehler nicht behoben ist, wird es nichts mit der Veröffentlichung.

Am Wochenende habe ich wieder zwei Bücher bei kdp (Amazon) veröffentlicht. Da ich mittlerweile Erfahrungen mit diesem Druckanbieter habe, ging das relativ schnell. Wichtig dabei sind die korrekten Formate. Hält man sich nicht exakt an die Vorgaben von kdp, gibt es Probleme. Was ja auch verständlich ist … beauftragt man eine deutsche Druckerei mit dem Druck des Buches, muss man sich auch an deren Vorgaben  halten. Diese sind bei den meisten Druckereien zwar ähnlich, aber meist nicht dieselben.

Anschnitt

Wichtig ist unter anderem der “Anschnitt” (bleed) bei randabfallenden Bildern und Farbflächen. Im Klartext heißt das, dass man Objekte, die bis an den Rand reichen, 3,5 mm über den Rand hinaus anlegen muss, damit es nicht zu unschönen “Blitzern” (Fläche ohne Farbe) kommt – weil eine Schneidemaschine nicht millimetergenau schneiden kann. Der 3,5 Millimeter breite Rand wird also beim gedruckten und geklebten Buch abgeschnitten.

Buchrücken

Wichtig ist auch das Maß des Buchrückens (spine). Den rechnet man anhand der Seitenzahl aus. Z. B.: Ein Buch mit 280 Inhaltsseiten multipliziert man: 280 x 0.002252 = 0.631 Zoll = 1,60 Zentimeter. Die Original-Datei – mit InDesign erstellt – sieht dann so aus.

anschnitt-buckruecken

Seitenlayout

Worauf man  beim Anlegen einer Druckdatei für kdp auch achten muss, sind die Ränder des Innenteils, vor allem der innere Rand, also der Abstand des Textes vom Buchfalz. Da gibt es je nach Seitenzahl unterschiedliche Mindestabstände, die aber auch alle in der Anleitung genau definiert sind. Bei dem von mir gestalteten Buch habe ich einen Innenrand von 1,95 Zentimeter angelegt (notwendiger Mindestabstand: 19,05 mm).

buchinnenseiten


Proof-Datei von Amazon

Die Proof-Datei (Prüfdatei) von zwei Inhaltsseiten sieht dann so aus.

amazon-proof

Die Leute bei kdp arbeiten übrigens sehr schnell – und offensichtlich auch am Wochenende. Die beiden Buchdateien habe ich am Samstagvormittag abgeladen und in der Nacht zum Sonntag bekam ich schon die Info, dass die Proofs fertig seien.

Ist alles in Ordnung, dann gibt man sein Okay, und wenige Tage später ist das Buch bei Amazon erhältlich. Bestellt ein Leser das Buch, wird es von Amazon gedruckt, geliefert, berechnet und abgerechnet. Man hat nach dem Upload der Dateien also keine Arbeit mehr damit. Die Verkaufsmarge ist allerdings nicht gerade gering. Sie liegt zurzeit so um die 60 % vom Verkaufspreis. Die wird einem beim Datei-Upload auch klar mitgeteilt. Wieviel ein Autor am Buchverkauf verdient, liegt also in seinem Ermessen und ist abhängig vom Verkaufspreis.

E-Book

Danach habe ich noch eine E-Book-Datei angelegt, bei dem geht die Veröffentlichung bei Amazon noch schneller.

Hinweis:

Das für den Druck angelegte PDF ist übrigens nicht als Vorlage für ein E-Book geeignet, weil man den Seitenumbruch manuell anlegen muss! Das heißt konkret: In einem E-Book gibt es keinen Seitenumbruch – der Text läuft fließend, je nach dem Gerät und den Einstellungen des E-Book-Lesers. Einen Seitenumbruch in einem E-Book legt man deshalb nur für neue Kapitel an.

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