Ich mache es immer wieder zum Thema, denn es fällt mir immer wieder auf. Nein, es fällt mir täglich auf: Die Leute haben keine Ahnung (mehr) von Rechtschreibung und Grammatik. Das beobachte allerorten: bei Mails, in Zeitungsartikeln, bei Blogs, in Internetbeiträgen und -kommentaren. Keine Ahnung von Kommasetzung. Keine Ahnung vom Unterschied zwischen Genitiv und Dativ. Keine Ahnung von Groß- und Kleinschreibung. Keine Ahnung von … Garnix. (Über den letzten Satz könnte man auch trefflich diskutieren, den habe ich aber mit voller Absicht so geschrieben.)

Na ja, vielleicht ist das im neuen Zeitalter nicht mehr relevant, und das, was wir mal in der Schule gelernt haben, zählt nicht mehr. Ich persönlich allerdings habe Freude an guter Sprache. Dazu gehört die Kenntnis von Rechtschreibung und Grammatik. Ansonsten entsteht Sprachmüll.

Ich rede nicht von Tipp- oder Flüchtigkeitsfehlern. Ich rede von mangelhaften Rechtschreib- und Grammatikkenntnissen. Und ich finde dieses rapide abfallende Bildungsniveau (denn nichts anderes ist das), bedenklich. Vielleicht lege ich auch zuviel Wert auf korrekte Sprech- und Schreibweise, aber die Lektüre von Texten, in denen es von Fehlern nur so wimmelt, macht mir einfach keinen Spaß.

Diesen Text zum Beispiel habe ich eben im Internet entdeckt. Und zwar nicht in einem Portal wie Facebook (die Fehlerzahl dort ist nicht nur bedenklich, sondern einfach grauenhaft, breitet virulent um sich und müsste den Textverfassern eigentlich peinlich sein). Es war auch kein privates Blog. Nein, diesen Text habe ich in einem Verlagsportal entdeckt. Zwar ist der Verlag wohl nicht für den Text verantwortlich, sondern der Autor selbst, aber das macht die Sache auch nicht besser. Wobei ich vermute, dass der Verlag die Texte “prüft”, denn sonst könnte man dort sonst was hinschreiben, aber vielleicht ist diese Prüfung auch automatisiert …

Deutsch: 6. Und setzen!

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