Früher, als ich noch noch Texte schrieb, ohne ständig im Duden nachschlagen oder im Internet recherchieren zu müssen, schrieb man “im dunkeln tappen”, wenn damit gemeint war, dass jemand von einer Sache wenig bis keine Ahnung hatte.

Tappte dieser Jemand allerdings tatsächlich irgendwo in der Dunkelheit herum, schrieb man das groß.

Die Erklärung für diese Regel lautete: Fragt man “wie”, schreibt man “im dunkeln”. Fragt man “wo”, schreibt man “im Dunkeln”. Das leuchtete mir ein, weil es logisch war.

Seit der Rechtschreibreform 1996 hat sich das geändert. Also, egal, ob jemand in der Dunkelheit herumtappt oder ob er von etwas keine Ahnung hat – in beiden Fällen wird “im Dunkeln” groß geschrieben.

Ich fand die alte Regel besser – weil deren Logik einleuchtete.

Aber es gibt noch weitere unlogische Regeln. Hier ein paar Links zu weiteren Betrachtungen bezüglich Logik der neuen Rechtschreibung:

Hilfe suchend

vor Kurzem

Handvoll

bitterkalt versus brütend heiß

Im Dunkeln tappen

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