
Manfred Stanzel und sein zauberhaftes Kinderbuch
Vor ein paar Monaten bekam ich einen Anruf aus der Nähe von Augsburg. Am Apparat war der Kinderbuchautor Manfred Stanzel. Er war auf der Suche nach einer Druckerei, die »Hosibald und das Zauberschwert« neu auflegt. Beim Googeln ist er dabei auf meiner Website gelandet, hat sich umgeschaut und gedacht: Edition Blaes könnte genau das sein, was ich suche.
Manfred Stanzel hat mir sein Anliegen geschildert, und am nächsten Tag war sein neu aufzulegendes Kinderbuch im Briefkasten. Was mir als Erstes auffiel: die Schrift des Buchtitels. Die hat mir überhaupt nicht gefallen.
- schwarz
- Erstens war sie schwarz und kursiv. Demzufolge war es das Erste, was ich beim Re-Design geändert habe.
Neues Titelbild (rechts)

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Kindgerechte Typopgrafie
Die Schrift im Innenteil hat mir auch nicht gefallen. Eine Null-Acht-Fuffzehn-Serifenschrift. Ich habe sie gegen eine kindgerechte Typewriter-Schrift getauscht. Außerdem habe ich auf jeder Doppelseite den Text mit einer roten Initiale begonnen.

Erste Innenseiten
Die erste Seite im Buch war leer!
Das fand ich ziemlich phantasielos.

Ich habe dort Text eingefügt und den Autor gebeten, die Illustratorin einen Baum zeichnen zu lassen – als korrespondierendes Element zu der Zeichnung auf der rechten Seite.
Damit die Wiese bei der Landschaftszeichnung mehr in die linke Seite ragt, habe ich sie etwas verlängert und die Farben grundsätzlich etwas kräftiger gemacht – die fand ich nämlich zu blass.
Dann habe ich den Fließtext nicht als Blocksatz gesetzt, sondern linksbündig, der Text »flattert« auf der rechten Seite also.
Außerdem habe ich die Seitenzahlen rot gemacht – in Rot finde ich sie viel hübscher.

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Buchinhalt
Bei weiteren Innenseiten habe ich an etlichen Stellen verschiedene Kleinigkeiten geändert.
Die Hexe Walli
Vorher:

Nachher:

Die Fee Melani
Vorher:

Nachher:

Die Wichtel
Vorher:

Nachher:

Die Hochzeit
Happy End
Bei der Hochzeitstafel war der Faltenwurf der Tischdecke verloren gegangen. Auch eine Tischkante war verschwunden.
Vorher:

Ich habe die Illustratorin gebeten, die fehlenden Elemente wieder herbeizuzaubern.
Die Falten wurden wieder eingefügt, die Tischkante ebenfalls. Außerdem habe ich dem Hündchen noch ein paar Jonglier-Bälle verpasst … mit Bewegungsstrichen.
Nachher:

Die letzten Seiten
Die letzten beiden Seiten im ursprünglichen Buch waren in meinen Augen ausgesprochen dröge.
Vorher:

Deshalb habe ich ein bisschen rumgespielt:
- Die Illustration auf der linken Seite habe ich gespiegelt und über die ganze Seite gezogen.
- Ich habe die Hexe aus einer der Innenseiten eingefügt und ihr den Frosch (ebenfalls von einer der Innenseiten) auf den Hut gesetzt, ihre Zöpfe ein bisschen verdreht und »ENDE« mit dem Zauberstab geschrieben.
Nachher:

Neuauflage von »Hosibald und das Zauberschwert«
Nun ist die Neuauflage dieses zauberhaften Kinderbuches gedruckt und auch als Hörbuch und Bilder-Hörbuch erhältlich. Alle Varianten kann man direkt beim Autor Manfred Stanzel bestellen.

Kleine, aber wichtige Veränderungen. Gelungen!
Beste Grüße
Eva