Was ist richtig: „alles mögliche“ oder „alles Mögliche“?
Sprache ist die Grundlage guter Bücher
Ob im Alltag, in Blogs oder in Büchern – kleine sprachliche Unterschiede können die Wirkung eines Textes stark verändern. Das gilt nicht nur für einzelne Wörter oder Kommas, sondern für die gesamte sprachliche Gestaltung eines Textes.
Gerade in der Buchproduktion spielt korrekte und präzise Sprache eine zentrale Rolle. Ein gut geschriebenes Manuskript wirkt nicht nur professioneller, sondern ist auch für Leserinnen und Leser deutlich angenehmer zu lesen.
Viele Autorinnen und Autoren unterschätzen, wie stark sprachliche Genauigkeit über die Qualität eines Buches entscheidet – unabhängig vom Genre.
Schreibt man „alles mögliche“ oder „alles Mögliche“? Diese Frage sorgt im Deutschen immer wieder für Unsicherheit. Die richtige Schreibweise hängt von einer einfachen Grammatikregel ab, die sich leicht merken lässt. In diesem Artikel erfahren Sie klar und verständlich, welche Form korrekt ist, warum sie so geschrieben wird und wie Sie typische Fehler vermeiden.
Die korrekte Schreibweise
Grundsätzlich gilt: „möglich“ wird kleingeschrieben, wenn es als Adjektiv verwendet wird. Das ist der Regelfall im Alltag. Beispiele sind: „Das ist möglich“, „Eine schnelle Lösung ist möglich“ oder „Alles ist möglich, wenn man es versucht.“ In diesen Fällen beschreibt „möglich“ eine Eigenschaft und bleibt daher klein.
Anders verhält es sich bei „das Mögliche“. Hier handelt es sich um ein substantiviertes Adjektiv, also ein Eigenschaftswort, das wie ein Nomen gebraucht wird. Substantivierte Wörter erkennt man oft daran, dass ein Artikel davorsteht oder dass sie allein als Hauptwort im Satz fungieren. Typische Beispiele: „Wir haben alles Mögliche versucht“, „Er tat das Mögliche, um zu helfen“ oder „Man sollte sich auf das Mögliche konzentrieren“. In diesen Fällen wird „Mögliche“ großgeschrieben, weil es die Rolle eines Substantivs übernimmt.
Was ist der einfache Merksatz?
Beschreibt „möglich“ etwas, bleibt es klein. Bezeichnet es etwas, wird es groß. Wer diese Regel verinnerlicht, gewinnt Sicherheit beim Schreiben und vermeidet einen Fehler, der zwar klein wirkt, aber große Wirkung auf den Gesamteindruck eines Textes haben kann.
FAQ – „möglich“ klein oder „Mögliche“ groß?
Wann schreibt man „möglich“ klein?
„Möglich“ wird kleingeschrieben, wenn es als Adjektiv verwendet wird und eine Eigenschaft beschreibt, z. B. „Das ist möglich“ oder „Eine Lösung ist möglich“.
Wann schreibt man „Mögliche“ groß?
„Mögliche“ wird großgeschrieben, wenn es substantiviert ist, also als Nomen im Satz steht, z. B. „Er tat das Mögliche“ oder „Wir haben alles Mögliche versucht“.
Was ist der einfache Merksatz?
Beschreibt „möglich“ etwas, bleibt es klein.
Bezeichnet es etwas, wird es groß.
Gibt es Ausnahmen bei der Groß- und Kleinschreibung?
Nein – bei „möglich“ vs. „Mögliche“ entscheidet ausschließlich die Satzfunktion (Adjektiv vs. Substantiv). Es gibt keine Sonderregel oder Ausnahme.
Für Autoren und Selfpublisher
Wer ein eigenes Buch schreibt oder veröffentlichen möchte, beschäftigt sich früher oder später genau mit diesen sprachlichen Feinheiten. Denn Rechtschreibung, Stil und Satzbau sind ein wichtiger Teil der professionellen Buchproduktion.
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Liebe Renate,
da schreibe ich gerade einen Artikel und bin etwas am Zweifeln, ob ich „alles mögliche“ korrekt geschrieben habe. Also schnell mal googeln und Duden fragen und was sehe ich da? Auf Platz 2, noch vor dem Dudeneintrag, erscheint deine Erklärung in Google!
Danke für die plausible Erklärung.
Lieber Gruss, Karin
🙂
Liebe Grüße zurück!
Renate