Was kommt nach dem Doppelpunkt

Rechtschreibung

Wie schreibt man nach einem Doppelpunkt weiter? Groß oder klein? Die Antwort ist ziemlich einfach:


Folgt einem Doppelpunkt ein selbstständiger Satz, wird groß weitergeschrieben:

Die Erkenntnis lautet: “Es gibt immer ein erstes Mal.”


Folgt einem Doppelpunkt kein vollständiger Satz, wird klein geschrieben:

Den Urlaub verbrachte er immer in seinem Lieblingsland: in Italien.


Folgt einem Doppelpunkt eine wörtliche Rede, wird grundsätzlich groß geschrieben:

Sie lachte und sagte: “Komm, lass uns gehen.”
Er runzelte die Stirn und murmelte: “Begriffen!”

Anfrage: für den Papierkorb

Anfragen dieser Art bekomme ich erfreulicherweise selten. Wenn ich doch welche bekomme (so wie heute), schiebe ich sie unbeantwortet in den Papierkorb. Ich mache mir nicht mal die Mühe auf diesen Blogartikel zu verweisen. Denn wenn ich mit “Sehr geehrte Damen und Herren” angeredet werde, weiß ich, dass der Absender sich nicht die (kleine) Mühe gemacht hat nachzuschauen, wie der Inhaber dieser Website überhaupt heißt.

Außerdem weiß ich, dass hinter dem Absender ein Mensch steckt, der von Höflichkeit und Respekt wenig bis gar keine Ahnung hat. Und mit solchen Autoren macht eine Zusammenarbeit keine Freude.

Sich zu Tode langweilen

todlangweilig

Es gibt viele Wörter, bei deren korrekter Schreibweise sich so mancher gern vertut (hübsches Wort übrigens).
Zu ihnen gehört: todlangweilig

Denn man kann es öfter auch so sehen: totlangweilig

Der Begriff todlangweilig kommt von “zu Tode langweilen”. Die Etymologie ist also nicht das Adjektiv tot, sondern das Substantiv Tod.

Für diejenigen, die sich das nicht merken können, gibt es ein prima Synonym: sterbenslangweilig

Coverdesign: Phantasielosigkeit oder Strategie

Es gab/gibt Buchcover, bei denen man auf den ersten Blick sieht, welcher Verlag dahinter steckt. Auch dann, wenn man das Firmenlogo gar nicht beachtet. Diese drei gehören dazu.

buchcover

Ansonsten ist die Coverwelt sehr bunt, aber trotzdem sehr unterschiedlich.

buchcover

Allerdings gibt es einen Trend, sich von anderen Designern “inspirieren” zu lassen. Speziell in den einzelnen Genres. Ein Hoch auf die Phantasielosigkeit! Oder handelt es sich dabei etwa um eine ausgeklügelte Marketingstrategie? So nach dem Motto, wenn das andere Buch sich gut verkauft, mach ich meines zum Verwechseln ähnlich, und schon ist der Erfolg vorprogrammiert. Gut möglich!

Bei “was liest du” gibt es einen interessanten Artikel zum Thema.

Eine kleine Weihnachtsgeschichte

weihnachtsengel

Ein kleines Weihnachtswunder

Wie bestellt rieselt zwei Tage vor dem Heiligen Abend leise der Schnee. Dick vermummt schlendert Anna über den Weihnachtsmarkt – rund zwei Dutzend mit Girlanden aus Tannenreisig geschmückte Bretterbuden rund ums Münster. Der Geruch von gerösteten Maroni, Glühwein und Bratwürsten liegt in der Luft. Genau wie früher. Überhaupt ist alles wie früher. Durch die Lautsprecher tönt Weihnachtsmusik, Lichterketten leuchten, Menschen schleppen Christbäume und vollbepackte Tüten, verfolgt von kleinen Atemwölkchen. (mehr …)

Claude Simons endlose Sätze

“Bevor man anfängt zu schreiben, sollte man berühmt sein.“
Marcel Proust

Es gibt viele Bücher, bei denen ich mich wundere, dass sie so erfolgreich verkauft werden. So vergangenen Sommer zum Beispiel “Widerfahrnis” von Bodo Kirchhoff. Ich habe es mir gekauft, weil die Feuilleton-Journalisten aus dem Loben gar nicht mehr rauskamen. Gott sei Dank hatte ich es mir als Ebook bei Amazon gekauft, und dort kann man Ebooks innerhalb einer bestimmten Frist wieder zurückgeben. Das habe ich gemacht. (mehr …)